Haarausfall bei Frauen.

Bei Frauen finden man meist 2 Arten von Haarausfall:

1. Androgenetische Alopezie

Männliche Geschlechtshormone, die Androgene, bewirken einen Haarausfall. Wann und wie stark wird durch die Gene, die Vererbung bestimmt. Das ist der Grund, weshalb bei fast allen Männern irgendwann die Haare ausfallen. Männer mit Glatze haben aber nicht mehr Hormone als andere, sie wirken nur bei ihnen stärker! Auch Frauen haben Androgene, wenn auch weniger, und bleiben deshalb von dieser Entwicklung meist nicht ganz verschont.

Vor allem in den Wechseljahren, wenn die weiblichen Hormone absinken, beginnt dieser Haarausfall und betrifft fast immer nur die Haare am oberen Anteil des Kopfes. Dieser Haarausfall verläuft meist schleichend, d.h. die Haare werden langsam ausgedünnt, man hat aber nur selten büschelweise Haare auf dem Boden oder im Kamm.

Therapie:

Wichtig: Der Haarausfall kann gemindert oder vielleicht gestoppt werden, die ausgefallenen Haare wachsen jedoch meist nicht wieder nach!

Zuerst muß beim Frauenarzt eine Hormonstörung, d.h. zu viele männliche Hormone, ausgeschlossen werden. Das ist zwar sehr selten, aber möglich. Wir verschreiben eine Haartinktur, die gezielt die Wirkung der Androgene hemmt. Sie muß langfristig verwendet werden. Ein Medikament (Androcur) kann den Ausfall effektiver stoppen, das muß aber mit dem Frauenarzt besprochen werden! Eine weitere Möglichkeit ist ein Haarwasser mit Minoxodil. Diese Tinktur kann auf eigene Kosten verordnet werden.

2. Diffuses telogenes Effluvium

Bei dieser Form fallen plötzlich sehr viele Haare diffus am Kopf aus. Ursache ist meist eine ca. 2-3 Monate zurückliegende starke Belastung des Körpers, z.B. durch eine schwere Erkrankung, Operation, Fieber, Geburt oder starke psychische Belastung. Der Grund: Jedes einzelne Haar durchläuft einen Zyklus: Es wächst einige Jahre, ruht dann 2-3 Monate, um danach auszufallen und dann wieder neu zu wachsen. Bei einer der oben genannten Belastungen gehen gleichzeitig viele Haare in die Ruhephase, so daß dann 2-3 Monate später viele gleichzeitig ausfallen, eben jener plötzliche Haarausfall. 

Therapie:

Meistens stoppt der Ausfall nach einigen Monaten und die Haare wachsen wieder, so daß man meist nichts machen muß. Allerdings müssen andere Ursachen für Haarausfall wie Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen oder Medikamente ausgeschlossen werden.

 

Panel Adresse

Dr. med. Peter Grotmann
Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

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