Hyperhidrosis.

Die Hyperhidrosis (verstärkte Schweißbildung) ist in der Regel keine wirkliche Krankheit, sondern eine veranlagungsbedingte Erhöhung der Schweißproduktion über die Norm. Meist sind Hände, Füße und Achsel betroffen.

Therapie für alle Formen
Zunächst werden bei allen Formen der Hyperhidrosis Tinkturen mit Metallsalzen verschrieben, meist Aluminiumchloridhexahydrat. Hierdurch werden die Schweißdrüsen vorübergehend verstopft. Anfangs wird die Tinktur täglich verwendet, wenn es wirkt, reicht als Erhaltungsdosis meist 1x/Woche. Die möglichen Nebenwirkungen sind gering, gelegentlich Hautreizungen.

Pflanzliche Tabletten mit Salbei helfen meist wenig, sind in der Apotheke rezeptfrei erhältlich. Tabletten mit dem Wirkstoff Bornaprin sind eigentlich für die Parkinson-Erkrankung gedacht, helfen aber auch bei Hyperhidrosis, aber mit erheblichen Nebenwirkungen. Empfehle ich nicht.
Botulinum-Toxin sind Spritzen mit einem hochverdünnten Nervengift, die für ca. ein halbes Jahr das Schwitzen stoppen. Sehr wirksam, geringe Nebenwirkungen, zahlt die Kasse aber nicht.
Kosten je nach Ausdehnung ca. 400 Euro.

Spezielle Therapie an Händen und Füßen:

Bei der Leitungswasseriontophorese werden Hände oder Füße in ein leichtes Strombad getaucht. Sehr zeitaufwendig, aber wirksam und praktisch ohne Nebenwirkungen. Muß zunächst mehrfach pro Woche in der Praxis gemacht werden, bei guter Wirkung zahlt die Kasse evtl. ein Heimgerät.
Sympathicusblockade: Bestimmte Nerven werden durchtrennt. Wegen Nebenwirkungen kaum empfehlenswert.

Spezielle Therapie unter den Achseln:

Operation: Die Schweißdrüsen unter dem Arm werden entweder herausgeschnitten, herausgekratzt oder herausgesaugt. Sehr wirksam, je nach Methode aber erhebliche Narbenbildung. Wird im Krankenhaus durchgeführt.

 

Panel Adresse

Dr. med. Peter Grotmann
Facharzt für Dermatologie, Venerologie und Allergologie

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